Atmen wie ein Yogi

Hier im Raum Münster/Kamen/Bergkamen wird eine Atemmethode bekannt, die durch die Aktivierung von Selbstheilungskräften zu verblüffenden, geradezu atemberaubenden Genesungen geführt hat. Sie ist bei jedem erfolgreich, der sie praktiziert.

Bisher gibt es nur wenige schriftliche Informationen darüber, da es sich um eine relativ neue Methode handelt, die in der ehemaligen Sowjetunion entwickelt und erprobt wurde. Ihre Verbreitung stößt leider in unserem Gesundheitssystem nicht auf großen Zuspruch, denn es ist mit ihr kein Geld zu verdienen, die Pharmakonzerne und die Ärzteschaft gehen leer aus.

Die Atemmethode ist einfach zu erlernen. Einige Informationen stehen auf der folgenden Seite: www.dinamika.de. Das Übungsgerät ist extrem überteuert (ca. 70 €), verglichen mit seinem Nutzen aber spottbillig. Ich selbst (Gisela Plugge) und auch die hier in der Gegend wohnenden Praktizierenden haben die Dienste des Arztes August Mill in Münster in Anspruch genommen (atemdoktormill@web.de). Dort erhält man begleitend zu seiner Betreuung das Gerät geliehen.

Dem folgenden Text von Gisela Plugge liegt ein Buch zugrunde. Es ist unten erwähnt.

Atmen wie ein Yogi - Gesunden am ganzen Körper

Hier soll versucht werden, die Wirkmechanismen der Endogenen Atemtechnik zu erhellen. Es geht um physiologische Tatsachen, die der medizinkundige Mensch nachvollziehen kann, nicht um Placebo, Esoterik oder andere Unerklärlichkeiten.

Wie man weiß, ist für das richtige Funktionieren der Zellen unseres Körpers die optimale Versorgung mit Sauerstoff wichtig. Damit der Sauerstoff, überhaupt in die Zellen gelangt, ist das Kohlendioxyd in der Atemluft von entscheidender Bedeutung.

Durch die übermäßige und falsche Atmung der Menschen in unseren Gesellschaften befindet sich aber dauerhaft zu wenig Kohlendioxid im Blut (1). Die Atemübungen nach Prof. Frolov und Buteyko führen zu einem dauerhaften Lernerfolg des Körpers. Die Versorgung der Zellen wird optimiert und somit das Grundübel beseitigt (2). Der Körper gesundet.

Die Wirksamkeit der Methode gründet sich u.a. auf folgende physiologische Mechanismen:

Das Kohlensäure-Arteriolen-Phänomen
Das Lumen (der innere Durchmesser) der Arteriolen wird größer, wenn sich mehr Kohlendioxid im Blut befindet. Umgekehrt verengen sich die Arteriolen, wenn zu wenig Kohlendioxid im Blut ist. Letzteres wirkt sich drastisch aus bei starker Hyperventilation, die zur Ohnmacht führen kann. Diese Verengung führt zu einer Erhöhung des Blutdrucks.


Das Phänomen der Kapillarisierung:
Das Kapillarnetz (Netz von feinsten Adern, dort gelangen Moleküle aus dem Blut in die Zellen und umgekehrt) in allen Geweben des Körpers wird dichter durch die kohlensäure-ansammelnde Atemmethode. In Ruhe geschlossene Kapillaren werden geöffnet, neue bilden sich.
Das Kohlensäure-Anastomosen-Phänomen:
Wegen der oben beschriebenen Blutdrucksteigerung öffnen sich die Anastomosen (Kurzverbindungen von Arterie zu Vene, die sich vor den Kapillarnetzen befinden). Das hier durchfließende Blut gelangt nicht zu den Zellen, der Sauerstoff wird wirkungslos wieder ausgeatmet. Ist aber mehr Kohlendioxyd im Blut, schließen bzw. verengen sich die Anastomosen, das Blut gelangt in die Kapillarnetze und versorgt die Zellen.


Das Kohlensäure-Sauerstoff-Phänomen:
Die Abgabe des Sauerstoffs vom Blut an die Gewebe geschieht vollständiger und leichter bei optimalem Kohlendioxydgehalt des Blutes.(3)


Der Sauerstoff-Speicherungs-Mechanismus:
Sauerstoff in Form des Myoglobins wird über das benötigte Maß hinaus im Körpergewebe gespeichert. Die Gewebe werden bei Arbeit nicht so schnell „sauerstoff-hungrig“.

Bei den Atemübungen wird nicht nur Kohlensäure angesammelt, sondern auch dem Körper ein geringeres Sauerstoffangebot gemacht wie es in der „dünnen“ Luft des Hochgebirges auch geschieht. Auch dieses „Höhentraining im Wohnzimmer“ führt zu bedeutenden physiologischen Veränderungen.

Weitere positive Wirkungen des Atemtrainings nach Buteyko bzw. nach Frolov:
• Kohlensäure im Blut wirkt beruhigend, entängstigend und antidepressiv.
• Sie wirkt krampflösend auf Bronchien, und auf alle glatten Muskeln des Körpers (Magen, Darm, Gallengänge, usw.)
• Der Herzmuskel wird entlastet. Das Herz schlägt nicht so oft, denn die Versorgungsmechanismen sind durch die Kohlensäureansammlung optimiert.
•- Die Organe im Bauch- und Beckenraum werden massiert (durch das Heben und Senken des Zwerchfells), was von Natur aus so vorgesehen ist und deshalb weitere positiven Effekte hat.

Nach ca. einem Jahr bei einem Trainingsaufwand von täglich maximal 25 Minuten ist die Atmung umgestellt. Der Heilprozess, der mit der ersten Übung begonnen hat, schreitet nun selbsttätig fort. Eindrucksvolle Genesungen werden beschrieben.

Nach „Buteyko-Methode“ von Viktor Krauter ISBN 3000166416.
Weitere Informationen sind zu finden in dem Text „Sich selbst heilen durch Atmung?“, der auch in dieser Homepage zu finden ist.

Erläuterungen:
(1) Schon junge Menschen lernen fälschlicherweise, dass viel atmen gut ist. Sie lernen, dass Atmung sichtbar ist im Heben und Senken des Brustkorbs, aber nicht im Vor- und Zurückwölben des Bauches. Alle Entspannungs- und Meditationstechniken aber bringen uns die Zwerchfellatmung (auch Bauchatmung genannt) näher. Sie ist als die gesundere Atmungsmethode allseits bekannt. Aber was daran gut ist, wird kaum jemals erklärt. Zwerchfellatmung ist das Atmen durch längere Bronchienwege. Man atmet „tiefer“ als bei der Brustatmung. Dadurch wird eine größere Menge Restluft wieder eingeatmet, die bekannterweise relativ viel Kohlendioxyd, aber wenig Sauerstoff enthält.

Die vergleichsweise komplizierte Yoga-Atmung „Pranayama“ vermindert ebenfalls das Atemvolumen.
Stress führt zu Hyperventilation, also einem Zuviel an Atmung, wobei zuviel Kohlendioxyd abgeatmet wird. Täglich ein bisschen Stress bedeutet lebenslange leichte Hyperventilation.

(2) Da die Verbesserung in den Zellen grundsätzlich ist (Stoffwechselprozesse werden effektiver), treten Genesungen bei unterschiedlichsten Krankheitsbildern ein. Folgende physiologische Veränderungen sind festzustellen:

• Steigerung des Energiepotenzials in den Zellen
• Normalisierung des Stoffwechsels
• Aktivierung des Immunsystems
• Absenkung der freien Radikalen um ein Vielfaches
• Beseitigung von Verkalkungen des Blutgefäße
• Leistungssteigerung von Herz, Lunge und Verdauungssystem
• Verlangsamung des Pulses
• Absenkung des Blutdrucks
• Entspannung der Muskulatur

(3) Es handelt sich um den Bohr`schen Effekt, genannt nach dem dänischen Physiologen Christian Bohr, der ihn 1904 entdeckte. Er besagt: Je höher die Konzentration des Kohlendioxyds bzw. der Kohlensäure im Blut ist, und damit je saurer das Blut ist, desto leichter trennt sich der Sauerstoff vom Hämoglobin.